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BALD NUR NOCH JEDER ZWEITE MIT 19.08.2008
 
DSL Tarife info: Bald nur noch jeder Zweite mit Telekom-Anschluss Dem Konzern drohen im Festnetzgeschäft weitere Rückschläge. Im Jahr 2013 wird laut einem Bericht nur noch jeder zweite deutsche Haushalt einen Festnetzanschluss beim früheren Monopolisten haben - die Gründe sind vielschichtig. Im Jahr 2013 werde nur noch jeder zweite deutsche Haushalt einen Festnetzanschluss bei dem früheren Monopol-Konzern haben, berichtet das Wirtschaftsmagazin "Capital" (Ausgabe 21. August) unter Berufung auf eine Prognose, die es zusammen mit der Privatbank Sal. Oppenheim berechnet hat. Derzeit seien mit rund 31 Millionen Anschlüssen mehr als 70 Prozent der 42 Millionen Haushalte und Unternehmen in Deutschland mit ihrem Festnetzanschluss bei der Telekom. Die Gründe für den weiteren Kundenschwund sind dem Bericht zufolge unter anderem zusätzliche Erfolge der DSL-Wettbewerber nun auch auf dem Land, da die Telekom ihnen dort neuerdings DSL Tarife DSL-Anschlüsse mit ihrer Technik schalten muss. Außerdem belaste der Aufschwung der Kabel-TV-Firmen und eine massive Zunahme der Kunden, die nur noch einen Mobilfunkvertrag haben, die Telekom. Laut "Capital" will die Telekom die Zahl der derzeit 24.000 Service-Techniker, die Kundenbesuche machen, ab 2009 abbauen, weil ab dann weniger neue DSL-Verträge zu schalten sind. Die Details des neuen Abbauplans seien noch offen. Bei den 16.000 Technikern im Netzbetrieb könnte dem Magazin zufolge ab 2011 jede zweite Stelle wegfallen, wenn die gesamten Netze auf vollautomatische Digitaltechnik umgestellt worden seien. Ein Telekom-Sprecher bestätigte am Sonntag, dass die Telekom das Netz auf die so genannte IP-Technologie umstelle. Welche Konsequenzen dies etwa beim Personal haben werde, sei noch nicht absehbar.
 

 

DSL-KOMPLETTPAKET VON CONGSTAR 19.08.2008
 
Bislang fehlte dem DSL- und Mobilfunk-Anbieter congstar offensichtlich etwas. Jedenfalls lautete der Kommentar von congstar-Geschäftsführer Dr. Alexander Lautz zum Start der heute in Köln vorgestellten DSL-Komplettpakete: "Heute machen wir unser Portfolio komplett." Da schon im Vorfeld die Information durchgesickert war, dass die Nutzer des neuen DSL-Angebots auf den herkömmlichen Festnetz-Anschluss der Deutschen Telekom verzichten können, wurde es mit Spannung erwartet. Mögliche Erwartungen, dass congstar die Anschlusspakete der DSL-Konkurrenz preislich unterbieten werde, wurden allerdings enttäuscht. Die Preise für die Komplettpakete von congstar liegen zwar um bis zu 15 Euro pro Monat niedriger als bei den Call&Surf-Paketen der Telekom, doch diesen Preisvorteil bieten teilweise auch andere DSL-Anbieter wie etwa 1&1, Arcor, freenet, HanseNet oder Versatel. Die Kunden dieser alternativen Anschlussanbieter hat Lautz allerdings auch noch gar nicht im Visier. Vielmehr geht es ihm darum, die etwas mehr als drei Millionen Resale-DSL-Kunden, die gleichzeitig auch Telefonkunden der Deutschen Telekom sind, zurückzugewinnen und wegen der höheren Grundpreise abwanderungswillige Telekom-Kunden durch einen neuen Vertrag bei der Telekom-Tochter weiter an den Bonner Konzern zu binden. Schließlich drohen der Telekom im Festnetzgeschäft weitere massive Rückschläge (wir berichteten). Kunden von alternativen Vollanschluss-Anbietern wie etwa Arcor, HanseNet oder Versatel können zurzeit aus technischen Gründen gar nicht zu dem neuen DSL-Komplettangebot von congstar wechseln - es sei denn, die Kunden wählen den Umweg über einen neu geschalteten Telekom-Telefonanschluss. Ein direkter Anschlusswechsel von einem alternativen Telefonanbieter zu congstar komplett soll erst später möglich sein.